Entdecken Sie den landschaftlich ausgesprochen reizvollen, zwischen den Städten Aachen, Herzogenrath und Kerkrade gelegenen, Pferdelandpark. Die Tour durchquert die Soers, das Hasenwalder Feld sowie die Horbacher Börde deren seit Jahrhunderten stattfindende Bewirtschaftung die heutigen Landschaften entstehen ließen.
Schon der Startpunkt der Tour - das Teufelsdenkmal am Lousberg - wartet mit einer kuriosen sagenumwobenden Geschichte auf. Der Sage nach war der Teufel durch die Aachener beim Dombau böse überlistet worden. Um sich für diese Schmach zur rächen, sollte die Stadt und alle Aachener mit Sand zugeschüttet werden! Er lief bis zur Nordsee, lud dort Dünen in zwei Säcke und schleppte diese zurück Richtung Aachen, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Allerdings hatte der Bösewicht die Schwere seiner Last verkannt. Da kam ihm eine alte Frau gerade recht, die er fragte, wie lange er noch bis Aachen marschieren müsste. Diese aber erkannte ihn an seinem Pferdefuß und verwies auf ihre vom langen Wandern zerlumpten Schuhe, die sie in Aachen noch heil und ganz erworben habe. Seitdem befände sie sich auf dem Rückweg. Voller Wut und Erschöpfung warf daraufhin der Teufel auf der Stelle beide Säcke ab und zog davon. Die Berge aus Dünensand sind noch heute zu sehen: Lousberg und Salvatorberg.
Nach Umfahrung des Lousbergs geht es zunächst in die Soers, die mehr als nur die weltweit bekannte Austragungsstätte des alljährlichen, internationalen Pferdesportereignisses CHIO ist. Die Menschen haben der Natur der Soers einen ganz besonderen Charakter verliehen: In dem ehemaligen Sumpfgelände dominieren Wiesen und Weiden; Hecken und Baumreihen gliedern die Landschaft. In den stadtnahen Bereichen formten schon frühzeitig wirtschaftliche Interessen und kulturelle Bedürfnisse der Anwohner die Natur. Der Wildbach trieb Mühlen an und lieferte Frischwasser für Färbereien und Spinnereien, so dass später die Tuchindustrie und der Bergbau diese Gegend prägten. Aachener Stadtbürger bauten Sommersitze und Gärten in den ehemaligen Hofgütern und pflanzten seltene Baumarten und Alleen, welche die kleinteilige Kulturlandschaft noch vielfältiger machten. So entstand die heutige lieblich wirkende Soers, deren landschaftlicher Reiz viele Besucher anzieht.
Zwischen der kleinteilig strukturierten Soers und der Weite der Horbacher Börde durchqueren wir als nächstes das Hasenwalder Feld. Im Umkreis der alten Ortschaft Berensberg finden sich hier mit den alten Hofgütern und Resten gärtnerisch gestalteter Landschaft besondere Anziehungspunkte. Im Anschluss geht es dann quer durch die Horbacher Börde, deren fruchtbare Böden noch heute landwirtschaftlich genutzt werden. Alte Dorflagen und Hofgüter, historische Wegebeziehungen sowie Wegekreuze erzählen die Geschichte dieser Region. In Jahrhunderten entstanden hier die charakteristischen weiten Feldfluren und große, weithin einsehbare Äcker. Über Laurensberg geht es dann zurück zum Lousberg.
Highlights entlang der Strecke
Streckenverlauf
Die Route führt zunächst die Kupferstraße hinunter bis zur Theresienstraße und von dort über die Nizzaallee und Rütscherstraße südwestlich um den Lousberg herum. Bis Uersfeld verläuft die Route auf der ausgeschilderten Zwei-Länder-Route (2LR). An der Bankerfeldstraße verlässt die Route die 2 LR und es geht über den nicht befestigten Mühlenfeldweg zum Weiler "Forsterheide" mit einigen alten Höfen. Auf der Forsterheider Straße geht es weiter und dann Richtung Norden auf den Geuchter Weg. Am Geuchter Hof verläuft die Route links in den Geuchter Feldweg und dann rechts in den Pütz-Eich-Weg zur Obermühle. Hinter der Obermühle folgt die Route dem Weg entlang des Amstelbachs bis zum Haus Heyden. Entlang der sogenannten Hochzeitswiese geht es dann über den Heydener Feldweg zurück zur Scherbstraße, die Horbach durchzieht. Nach Überquerung der Horbacher Straße wechselt der Straßenname in Obersdorfstraße, der wir in den lockeren Siedlungsverbund verschiedener alter Höfe folgen, zu denen auch Gut Steinstraß gehört, dessen Name auf die aus der Römerzeit stammende Straße verweist. Laurensberger Straße und Alter Heerler Weg, sind Teil der römischen Straße, der die Route bis Wetschau folgt. Im Ort folgt man dann der ersten Abzweigung links, um nach wenigen Metern in die Karl-Friederich Straße einzubiegen. Die Stecke führt weiter nach Süden über den Hufper Fußpfad und die ehemalige "Maastrichter Eisenbahn" nach Laurensberg. Die Laurentiusstraße wird gequert und man erreicht über den Rad- und Gehweg schließlich die Roermonder Straße. Dem Radweg der Roermonderstraße folgt die Route bis zur Schloß-Parkstraße, die durch einen kleinen Tunnel unter dem alten aufgegebenen Bahndamm hindurch zum links liegenden Schloss Rahe führt. Hinter dem Schloss folgen wir dem nächsten Abzweig nach rechts, vorbei an Gut Hausen nach links in den am Regenrückhaltebecken vorbeiführenden Geh- und Radweg. Der Weg führt durch eine Unterführung unter der Autobahn hindurch zur Rütscher Straße. Von dort gelangt man über die bereits bekannte Strecke zurück zum Startpunkt.
Bitte beachten Sie, dass Fahrgäste mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer jederzeit Vorrang vor Radfahrern haben. Das Personal in den Fahrzeugen kann im Einzelfall über die Fahrradmitnahme entscheiden.