Radeln Sie auf den Spuren der Römer und folgen Sie der ehemaligen Römerstraße "Via Belgica" auf der zweiten Etappe von Quadrath-Ichendorf nach Jülich und tauchen Sie ein in die römische Geschichte des Rheinlands.
Die ca. 30 km lange zweite Etappe der Via Belgica führt uns von Quadrath-Ichendorf bis in die Festungsstadt Jülich. Am Ortsrand von Thorr treffen wir dabei auf den ursprünglichen Verlauf der Via Belgica. Eine Informationstafel am alten Kirchturm informiert über die römische Vergangenheit der Ortschaft. Weiter führt der Weg in Richtung Elsdorf und wir passieren eine weitere Informationstafel entlang des Weges. Diese informiert über eine ehemalige Straßensiedlung, einen sogenannten Vicus mit einem gallo-römischen Umgangstempel, der sich an dieser Stelle vor rund 2.000 Jahren befand. Hier bewegen wir uns für mehrere Kilometer direkt auf dem ehemaligen Verlauf der Via Belgica und die Strecke vermittelt heute noch einen Eindruck über die Geradlinigkeit der römischen Straße, bevor der Tagebau Hambach uns zwingt, gen Norden abzubiegen und den Verlauf der Via Belgica zu verlassen. Ein Aussichtspunkt ermöglicht dabei einen spektakulären Blick in einen der größten Tagebaue Deutschlands. Wir folgen zunächst dem Nordrand des Tagebaus, umfahren die Sophienhöhe und treffen kurz vor Stetternich wieder auf den Orginalverlauf der Via Belgica. Imposante historische Meilensteine westlich der Halde erinnern an die römische Vergangenheit und neuzeitliche Meilensteine des hier sogar unter Denkmalschutz stehenden Teilstücks der Via Belgica. Auf unserem Weg Richtung Jülich passieren wir dann noch ein aus der Steinzeit stammendes "Michelsberger Erdwerk" über das eine weitere Hinweistafel informiert, bevor wir die geschichtsreiche Festungsstadt Jülich mit ihren zahlreichen Zeitzeugen wie z.B. Zitadelle, Hexenturm und Brückenkopfpark erreichen. In der Zitadelle befindet sich auch ein Informationszentrum zum den Römerstraßen.
Highlights/Stationen entlang der Strecke
Wegweisung
Die Strecke ist komplett mit Routenlogo ausgeschildert.
Darüber hinaus ist die Strecke mit verschiedenen Informationselementen versehen. Informationsstelen erläutern den Verlauf und Aufbau der Straßen, die archäologischen Denkmäler am Wegesrand und Sehenswertes in der Umgebung, das einen Abstecher lohnt. Den Verlauf der eigentlichen Römerstraße selbst kennzeichnen vor Ort an vielen Stellen Säuleneichen, auch und insbesondere dort, wo die antike Straße selbst heute nicht mehr erhalten ist.Im Boden eingebrachte Betonpfeile markieren Stellen, an denen die Rad- und Wanderroute den Verlauf der Römerstraße kreuzt. Meilentaktungen ermöglichen es, an einzelnen Orten die jeweilige Entfernung zum Ausgangspunkt der Straße in Köln abzulesen.
Streckencharakter
Die Strecke ist relativ flach, da sie überwiegend durch die flache Bördelandschaft führt. Die Strecke führt dabei in großen Teilen durch landwirtschaflich genutzte Agrarflächen. Neben asphaltierten Teilstücken sind auch größere unbefestigte Feld- und Waldwege zu finden.
Start und Zielpunkt sind gut mit den Bahnhöfen Quadrath-Ichendorf und Bf. Jülich per Bahn zu erreichen. Um zurück zum Startpunkt zu gelangen muss man in Düren und in Horrem umsteigen. Nähere Infos unter